Peter Schulte
„Ahle Spruch bliev ewig neu, Boore Säu sin Boore Säu“ mit dieser Reimrede stellte sich Peter Schulte 1977 im Literarischen Komitee des Festkomitees Kölner Karneval als „Ne boore Politiker“ vor.
Im zweiten Jahr sollte nach Ansicht der Komiteemitglieder der große Durchbruch kommen, als er sich in der Type des Narr Colonia vorstellte. In der Vorwoche zur großen Generalprobe bestellte man ihn mittlerweile zum siebten oder achten Mal und erzählten ihm voller Stolz ihre grandiose Idee: „Du darfst nicht in die Bütt, sondern du musst das Ganze tänzelnd auf der Bühne vortragen“.
Peter Schulte sog jedes Wort gierig in sich auf. Diese Herren werden es schon richten. Bei der großen Generalprobe hatte er das erste Mal in seinem Leben ein Mikrophon mit einer 20 Meter langen Schnur in der Hand. So kam das, was kommen musste. Gleich am Anfang seiner Reimrede verhedderte er sich ein paar Mal in der Schnur und kam so aus dem Reim heraus und nicht wieder herein. War das schon das Ende der karnevalistischen Karriere von Peter Schulte? Natürlich nicht!
In den folgenden Wochen holte er sich den Rat bei vielen Karnevalisten, und die Idee eines Zwiegespräches wurde geboren. Zusammen mit Jupp Rosentahl wollte man als „Arzt und Irrer“ auftreten. und der Name „Et Schnäuzer-Duo“ hörte sich auch nicht schlecht an. Man probte sehr viel, bewarb sich beim Literarischen Komitee und durfte zum ersten Mal im großen Sartory auftreten.
Den Literaten gefiel es, und sie hatten, für Neulinge toll, ihren Terminkalender ziemlich voll.
Auch nach über 25 Jahren im Kölner Karneval ist Peter Schulte der Straßenkehrer mit der besonderen Note.
Ralph Kuhn >>